Division

Arts & Culture

Resonante Beziehungen – für künstlerische Freiheit, kulturelle Vielfalt und demokratische Teilhabe

Resonante Beziehungen in einer sich rasch verändernden Welt
Kultur umfasst alles, was von Menschen geschaffen oder geprägt ist – von der Art und Weise, wie wir zusammenleben, bis zu Kulturtechniken wie Kunst und Wissenschaft, mit denen wir Dingen und Prozessen Bedeutung geben.

Jiří Ševčík (1940–2022) – Kurator und prägende Stimme der tschechisch-slowakischen Kunstszene sowie Mitbegründer der Kontakt Sammlung – begriff Kunst als resonante Beziehung mit einer sich ständig verändernden Realität. Genau hier verortet sich die ERSTE Stiftung seit ihrer Gründung: Kunst und Kultur verbinden und spiegeln gesellschaftliche Entwicklungen gleichermaßen.

Auf dieser Grundlage initiierte die Stiftung ein einzigartiges Engagement, das zeitgenössischer Kunst- und Kulturproduktion Sichtbarkeit und Relevanz verleiht, Räume für offene ästhetische wie politische Forschung und Bildung in Mittel-, Ost- und Südosteuropa eröffnet und nicht zuletzt zur Anerkennung der Stiftung selbst beigetragen hat.

Wir sind überzeugt, dass Kunst und Kultur entscheidend sind für die Bewältigung einer sich rasch verändernden Welt. Sie tragen dazu bei, gesellschaftliche Werte neu zu verhandeln, können Ängste in Verständnis verwandeln und ein gemeinsames Bewusstsein angesichts sozialer, politischer, wirtschaftlicher, technologischer und ökologischer Herausforderungen befördern. Wir verstehen sie als gestaltende Kräfte für eine offene, demokratische Gesellschaft, die Räume für Dialog schaffen und Teilhabe ermöglichen.

Daher engagieren wir uns gemeinsam mit internationalen und lokalen Expert:innen und Partner:innen für eine widerstandsfähige, vielfältige, lokal und ihren Gemeinschaften verankerte sowie international eingebundene Kunst- und Kulturpraxis in Mittel-, Ost- und Südosteuropa.

Projekte
Seit ihrer Gründung initiiert und unterstützt die Stiftung gemeinsam mit internationalen und lokalen Expert:innen und Partner:innen Initiativprojekte für eine widerstandsfähige, international eingebundene Kunst- und Kulturszene in Mittel-, Ost- und Südosteuropa.

Die einzigartige Kontakt Sammlung widmet sich der oft übersehenen neo-avantgardistischen Kunst der 1960er- und 1970er-Jahre und sichert ihren rechtmäßigen Platz in der globalen Kunstgeschichte. Kontakt unterhält kein eigenes Museum, sondern agiert als nomadische Sammlung mit aktuell über 1.400 Werken von 180 Künstler:innen.

tranzit.org ist ein transnationales Netzwerk, das seit über zwanzig Jahren Räume für kulturelle und soziale Imagination, künstlerische Praxis, Theorie und gemeinsames Handeln in Mittel- und Osteuropa schafft. Ausgehend von der Fähigkeit von Kunst und Kultur, Perspektiven zu öffnen, Normen infrage zu stellen und gesellschaftliche Verantwortung zu fördern, verbindet tranzit Menschen, Disziplinen und Generationen.

Der renommierte Igor Zabel Award zeichnet zweijährig herausragende Beiträge zur Kuration, Theorie und Kunstgeschichte der Region aus. Er stärkt europäische Positionen und fördert Perspektiven, die traditionelle kunsthistorische Erzählungen kritisch reflektieren und erweitern.

Aktuell arbeiten wir an neuen Projekten zu drängenden gesellschaftlichen Themen wie demografischer Wandel, Arbeitsmigration oder Demokratie im ländlichen Raum: In strategischen Allianzen mit lokalen Expert:innen und Partner:innen entstehen in den kommenden Jahren Projekte für Gemeinschaftsbildung, Capacity Building und Resilienzförderung, die aufzeigen, wie Kunst und Kultur auf drängende gesellschaftliche Fragen reagieren und neue Handlungsräume eröffnen.

Wir engagieren uns in Bildungskooperationen (wie Summer Schools, Akademien, Bildungs- und Austauschprojekten mit zivilgesellschaftlichen Akteur:innen), um ein breites Verständnis für den gesellschaftlichen Wert von Kunst und Kultur zu fördern – in ihrer diskursiven, ästhetischen und integrativen Kraft. Nicht zuletzt fördern wir Kunst- und Kulturprojekte über einmalige Stipendien sowie Zuschüsse für Publikationen und Übersetzungen.

What we do