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Eastern Sugar Book Cover

Eastern Sugar

Herausgeber/innen: Maja und Reuben Fowkes, Ilona Németh
Verlag: Slowakische Nationalgallerie und Sternberg Press
Inhalt: 304 Seiten
ISBN: 978-3-95679-573-2
Jahr: 2021

Texte von: Edit András, Rado Baťo, Fedor Blaščák, Johann Bockman, Kathrin Böhm, Anetta Mona Chişa, Cooking Sections, Annalee Davis, Maja and Reuben Fowkes, Ferenc Gróf, Dušan Janíček, Katarína Karafová, Peter Liška, Jason W. Moore, Ilona Németh, Michael Niblett, Raj Patel, Józef Rosta, Joanna Sokołowska, Olja Triaška Stefanović, Imre Szeman, Raluca Voinea

Eastern Sugar  ist ein internationales, interdisziplinäres Projekt für zeitgenössische visuelle Kunst mit starkem Fokus auf künstlerische Forschung. Das Projekt spiegelt die jüngsten Facetten der europäischen Geschichte am Beispiel der Zuckerindustrie in Mitteleuropa wider.

Die gleichnamige Publikation von Ilona Németh, Eastern Sugar, wurde im Februar 2021 von der Slowakischen Nationalgalerie und der Sternberg-Press veröffentlicht.

Publication Ilona Németh: Eastern Sugar. Photo: Martin Deko, SNG
Publikation von Ilona Németh: Eastern Sugar. Foto: Martin Deko, Slowakische Nationalgalerie

Eastern Sugar war der Name, den Générale Sucrière und Tate & Lyle für ihr Joint Venture zur Übernahme von Zuckerfabriken in Mitteleuropa nach dem Fall des Kommunismus im Jahr 1989 gewählt hatten. Mitte der 2000er Jahre zahlte das französisch-britische Konsortium seine Investition aus, um die Vorteile des Entschädigungssystems der Europäischen Union zu nutzen und schloß dauerhaft seine Standorte. Dieses Buch geht von der umfassenden Forschung der Künstlerin Ilona Németh über die Geschichte der Zuckerproduktion in der Region aus, beginnend von den Anfängen im frühen neunzehnten Jahrhundert, als nördliche Zuckerrüben als Konkurrent des südlichen Zuckerrohrs auftauchten, bis hin zu den sozialen Auswirkungen des raschen Niedergangs der Branche im Zeitalter der Globalisierung. Das Schicksal von Eastern Sugar wird als Mikrokosmos der Mechanismen des postkommunistischen Übergangs in Mitteleuropa vom Opportunismus der Finanzspekulanten zur endemischen Korruption der Privatisierung untersucht, wobei die Frage aufgeworfen wird, ob die neoliberale Vermarktung die einzige tragfähige Ausstiegsstrategie aus dem Staatssozialismus war. Beiträge, die sich mit dem sozialen und ökologischen Erbe karibischer Zuckerplantagen befassen, stellen die Zuckergeschichte Osteuropas in die Ausbreitung eines monokulturellen Systems, das auf (neo-) kolonialem Extraktivismus basiert.

Das Projekt Eastern Sugar läuft vom 1. November 2019 bis zum 31. Oktober 2021 und umfasst Aktivitäten, die in sechs europäischen Ländern in Zusammenarbeit mit fünf ausländischen Partnern durchgeführt werden.

Weitere Informationen über das Projekt und seine Ausstellungen finden Sie hier.

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