Time To Decide

Europe Summit

Von

20/05/22

Bis

20/05/22

#TimeToDecide22

In den frühen Morgenstunden des 24. Februars 2022 erwachte Europa in einer neuen Weltordnung. Etwas, das nach dem zweiten Weltkrieg als undenkbar galt, war passiert und hatte das europäische Sicherheitssystem gesprengt. Russlands militärische Aggression gegenüber der Ukraine beendete die Ära, die 1989 als „Ende der Geschichte“ begonnen hatte.

Der Angriff hat in Europa Ereignisse in Gang gesetzt, die bisher unvorstellbar waren. Wir möchten den Blick in die Zukunft richten und darüber nachdenken, was die dramatischen Geschehnisse für die Ukraine, Europa und die EU und auch für Russland bedeuten.

Die ERSTE Stiftung und das Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) haben führende Köpfe zu einer Diskussionsrunde eingeladen, um einen Diskurs über die großen Herausforderungen, denen sich Europa heute gegenübersieht, und die Lösungen, die unsere Zukunft bestimmen werden, anzustoßen. In einem einzigartigen Rahmen wird sich eine Gruppe angesehener ExpertInnen, Intellektueller und DenkerInnen fünf Schlüsselfragen widmen, die sich Europa heute stellen muss:

  • Wie soll die Ukraine nach dem Krieg wiederaufgebaut werden?
  • Was können wir vom Balkan lernen?
  • Stehen wir am Beginn einer Ära Mitteleuropas in Europa?
  • Wie wird sich die Europäische Union verändern?
  • Wie sieht die Zukunft für Russland aus?

Livestream

Programm

Freitag, 20. Mai 2022

Der Time to Decide Europe Summit ist eine eintägige Konferenz, die von der ERSTE Stiftung und dem Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) veranstaltet wird und sich den Herausforderungen widmet, die durch den Krieg in Europa entstanden sind.

Grußworte & Eröffnung

9 – 10 Uhr

Einführung durch die Gastgeber der Konferenz

Boris Marte, CEO der ERSTE Stiftung

Ivan Vejvoda, Permanent Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) in Wien

Eröffnungsrede

Alexander Van der Bellen, Bundespräsident der Republik Österreich (Videobotschaft)

Eröffnungsansprache

Dmytro Kuleba, Außenminister der Republik Ukraine (Live-Schaltung)

Vorstellung der Vortragenden und Podiumsteilnehmer:innen

Vormittag: Eine Geschichte zweier Kriege

10 – 11.30 Uhr

Wie soll die Ukraine nach dem Krieg wiederaufgebaut werden?

Serhii Plokhy, Mykhailo S. Hrushevsky Professor für Ukrainische Geschichte, Harvard University

Nathalie Tocci, Direktorin des Istituto Affari Internazionali in Rom

Moderatorin: Olga Tokariuk, Non-Resident Fellow am Center for European Policy Analysis (CEPA), Journalistin und Wissenschaftlerin in Kyjiw

Wo liegen die historischen und intellektuellen Wurzeln der ukrainischen Entscheidung für Europa? Wie wirkt sich der Krieg auf die ukrainischen Beziehungen mit Europa aus? Wie soll die Ukraine nach dem Krieg wiederaufgebaut werden? Sollte dem Land die EU-Mitgliedschaft angeboten oder eine andere Art der Kooperation mit der EU gefunden werden? Wie sollte das ukrainische Sicherheitssystem aussehen? Was passiert mit den Millionen Flüchtlingen? Wie würde sich eine EU-Mitgliedschaft der Ukraine auf die Union auswirken?

12 – 13.30 Uhr

Was können wir vom Balkan lernen?

Nikola Dimitrov, Non-Resident Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM), ehemaliger stellvertretender Premier- und Außenminister der Republik Nordmazedonien

Misha Glenny, Rektor des Instituts für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) in Wien

Moderatorin: Ivana Dragičević, Berichterstatterin bei N1 Television

Sollte die EU ihre Strategie gegenüber den Westbalkanstaaten angesichts des Kriegs in der Ukraine überdenken? Wie würde sich eine potenzielle EU-Mitgliedschaft der Ukraine auf die Beitrittsverfahren der Westbalkanstaaten auswirken? Was können wir von den Balkankriegen in Hinblick auf die derzeitige Situation in der Ukraine lernen? Und vom Annäherungsprozess der Westbalkanstaaten an die EU? Welche Art von Kooperation mit Europa würde die demokratische Entwicklung der Westbalkanstaaten und den Wiederaufbau der Ukraine fördern? Gibt es potenzielle Fallstricke, auf die es zu achten gilt?

Nachmittag: Europa am Scheideweg

14.30 – 16.00 Uhr

Einführung

Andreas Treichl, Vorsitzender des Aufsichtsrats der ERSTE Stiftung

Stehen wir am Beginn einer Ära Mitteleuropas in Europa?

Gerald Knaus, Vorsitzender der Europäischen Stabilitätsinitiative (ESI) in Berlin

Karolina Wigura, Soziologin, Robert Bosch Academy Fellow in Berlin, Mitglied des Vorstands der Kultura Liberalna Stiftung in Warschau

Moderatorin: Márta Pardavi, Co-Vorsitzende des ungarischen Helsinki-Komitees in Budapest

Ist Mitteleuropa der große Gewinner oder der große Verlierer der Ukrainekrise? Wie wird sich die Region gesellschaftlich, wirtschaftlich und politisch verändern? Wie wird sich der Flüchtlingsstrom aus der Ukraine auswirken? Wird die Solidaritätswelle anhalten, auch wenn der Krieg noch länger andauert? Ist mit einem Populismusschub zu rechnen? Wird Russlands Krieg in der Ukraine die Position Mitteleuropas in der EU langfristig stärken oder schwächen?

16.30 – 18.00 Uhr

Wie wird sich die Europäische Union verändern?

Franziska Brantner, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz der Bundesrepublik Deutschland (Live-Schaltung)

Ivan Krastev, Permanent Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) in Wien

Moderator: Misha Glenny, Rektor des Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) in Wien

Ist der Krieg in der Ukraine auch eine Gelegenheit für Europa, seine dringlichsten Probleme, wie die Abhängigkeit von russischen Energielieferungen, die Energiewende sowie seine Sicherheit und Souveränität, anzugehen? Oder besteht das Risiko, dass der Krieg die EU zerstören wird? Welchen wirtschaftlichen, (sicherheits-)politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen sieht sich Europa durch den Krieg gegenüber?

Abend

18.30 – 20.00 Uhr

Wie sieht die Zukunft für Russland aus?

Stephen Holmes, Visiting Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) in Wien, Walter E. Meyer Professor of Law an der New York University

Maxim Trudolyubov, Berichterstatter bei Meduza

Moderatorin: Marina Davydova, Theaterkritikerin, Regisseurin, Historikerin und Produzentin.

Wie hat sich Russland durch Putins Krieg in der Ukraine verändert? Wie wird sich die Invasion der Ukraine kurz- und langfristig auf Russland auswirken? Ist ein anderes Russland möglich? Unter welchen Voraussetzungen könnte sich Russland demokratisieren? Wie würde dieses neue Russland aussehen? Wer wird Russland in der Post-Putin-Ära prägen? Sollte Europa in der derzeitigen Krise ein Netzwerk aus prodemokratischen russischen Führungspersönlichkeiten im Exil unterstützen?

Podiumsteilnehmer:innen

DIMITAR BECHEV · FRANZISKA BRANTNER · MARINA DAVYDOVA · NIKOLA DIMITROV · IVANA DRAGIČEVIĆ · FLORENCE GAUB · MISHA GLENNY · HEATHER GRABBE · STEPHEN HOLMES · ANNA JERMOLAEWA · GERALD KNAUS · IVAN KRASTEV · OLIVIA LAZARD · STEFAN LEHNE · MÁRTA PARDAVI · SERHII PLOKHY · MARIIA ROHOVETS · SUSANNE SCHOLL · SŁAWOMIR SIERAKOWSKI · ZSUZSANNA SZELÉNYI · NATHALIE TOCCI · OLGA TOKARIUK · MAXIM TRUDOLYUBOV · IVAN VEJVODA · KAROLINA WIGURA · ŽELIMIR ŽILNIK

#TimeToDecide22