Event
6. Oktober 2026
Lesezeit: 2'
The Border as a Condition: Künstlerische Praktiken im Post-Dayton-Bosnien und Herzegowina
Vortrag des Kunsthistorikers, Kurators und Forschers Irfan Hošić
6. Oktober 2026, 19:00
Zagreb, Kroatien
Die WHW Akademija eröffnet ihr Herbstprogramm 2026 mit dem Vortrag »The Border as a Condition: Artistic Practices in Post-Dayton Bosnia-Herzegovina« des Kunsthistorikers, Kurators und Forschers Irfan Hošić. Der Vortrag ist Teil des laufenden Engagements der WHW Akademija in Bihać und markiert die zweite Zusammenarbeit mit Hošić im Rahmen des Programms.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie zeitgenössische Künstler:innen aus Bosnien und Herzegowina im Kontext der Nachkriegsordnung nach dem Dayton-Abkommen mit dem Begriff der Grenze umgehen. Anhand ausgewählter Arbeiten von Künstler:innen wie Lana Čmajčanin, Gordana Anđelić Galić, Lovro Artuković, Maja Bajević und Nermin Duraković untersucht Hošić Grenzen als Orte der Trennung, Isolation, Identität und Imagination.
Irfan Hošić ist außerordentlicher Professor für Kunstgeschichte an der Universität Bihać und Gründer des KRAK Center for Contemporary Culture. 2013 war er Mitkurator des Pavillons von Bosnien und Herzegowina auf der Biennale von Venedig. Er ist Autor der beiden Bücher Iz/van konteksta (Connectum, Sarajevo, 2013) und Slika krize (Buybook, Sarajevo, 2025). Als Curator-in-Residence war er am Singapore Art Museum (2024) tätig und als Fulbright Visiting Scholar am College for Creative Studies sowie an der Wayne State University in Detroit (2019/20). Für seine wissenschaftliche und kuratorische Arbeit wurde er unter anderem mit dem Igor Zabel Grant Award (2024), dem Patterns Lectures Award von ERSTE Stiftung und WUS Austria (2016) sowie dem Culture Watch Award von BIRN (2012) ausgezeichnet.
Der Vortrag ist Teil des Programms der WHW Akademija und findet in englischer Sprache statt. Weitere Informationen: The border as a condition: Artistic Practices in Post-Dayton Bosnia-Herzegovina by Irfan Hošić
Titelbild: Lana Čmajčanin, 551.35 – Geometry of Time, 2014, Foto: Engin Şengenç © Pera Museum