Event
13. Mai 2026
Lesezeit: 2'
Eine Rede an Europa 2026: Anne Applebaum
13. Mai 2026, 18:00
Judenplatz, Vienna, Austria
Die renommierte Historikerin und Autorin Anne Applebaum geht in der diesjährigen Rede an Europa »The European Moment« der Frage nach, ob die Stunde Europas gekommen ist und wodurch sich dieser historische Moment auszeichnet. Galten Systeme der Unterdrückung, Gewalt und autoritären Kontrolle im Westen bis vor kurzem als Anomalien, werden sie mittlerweile zunehmend als tragfähige Gesellschafts- und Regierungsmodelle angesehen.
Doch welche Optionen hat Europa angesichts einer zerfallenden Weltordnung? Welche Einsichten aus den Erfahrungen des 20. Jahrhunderts werden in diese Entscheidung einfließen? Wird es der »Alten Welt« gelingen, sich als glaubwürdige Alternative zur Rückkehr rückwärtsgewandter Ideen zu positionieren? Applebaum ist überzeugt: Wie Europa diese Fragen beantwortet, wird nicht nur den Kurs Europas prägen, sondern auch das Schicksal der Welt
Seit 2019 liefert die von der ERSTE Stiftung initiierte Rede an Europa eine grundsätzliche Reflexion zur Gegenwart und Zukunft Europas. Als Ort dient der Wiener Judenplatz, der daran erinnert, dass Europa nur im Spiegel seiner Geschichte verstanden werden kann.
This is the hour of Europe — but do the Europeans even know it?
Anne Applebaum
ANNE APPLEBAUM
Anne Applebaum ist eine preisgekrönte Historikerin, Redakteurin (Staff Writer) bei The Atlantic und Senior Fellow am SNF Agora Institute der Johns Hopkins University. Zu ihren historischen Werken zählen »Roter Hunger – Stalins Krieg gegen die Ukraine«, »Der Eiserne Vorhang: Die Unterdrückung Osteuropas 1944–1956« sowie »Der Gulag«, das 2004 mit dem Pulitzer-Preis für Sachliteratur ausgezeichnet wurde. Zu ihren jüngsten Büchern gehören die New York Times-Bestseller »Die Verlockung des Autoritären. Warum antidemokratische Herrschaft so populär geworden ist« sowie »Die Achse der Autokraten. Korruption, Kontrolle, Propaganda: Wie Diktatoren sich gegenseitig an der Macht halten«. Fünfzehn Jahre lang war sie Kolumnistin bei der Washington Post und Mitglied des Herausgeber:innengremium. Außerdem war sie stellvertretende Chefredakteurin des Spectator und Kolumnistin für mehrere britische Zeitungen.
EINE GEMEINSAME VERANSTALTUNG VON
Wiener Festwochen, ERSTE Stiftung und Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM), in Kooperation mit Jüdisches Museum Wien
Die Rede wird in englischer Sprache gehalten.
Die Veranstaltung ist kostenlos und findet Open Air auf dem Judenplatz statt.
Ein Livestream wird verfügbar sein.
Titelbild: Mateusz Skwarczek