Der Sammelband Parallel Lives enthält fünf Geschichten aus jedem der an dem Projekt teilnehmenden Länder. Es sind Geschichten, auf die die VerfasserInnen bei ihren Recherchen in den Archiven kommunistischer Organisationen der Staatssicherheit gestoßen sind und die sie auf originelle Weise zusammengestellt haben.

Die verschiedenen Erzählungen von Menschen, deren Leben von der Geheimpolizei auf fatale Weise beeinflusst wurde, sollen an die repressiven totalitären Regime erinnern. Sie bilden ein Mosaik menschlicher Geschichten, deren Tragik auf die Art der Machtmechanismen des kommunistischen Regimes hinweist und die Fragen zum Umgang mit unserer jüngeren Vergangenheit aufwerfen. Zwar handelt es sich nicht um historiografisches Material im eigentlichen Sinn, doch angesichts ihres dokumentarischen Charakters reflektieren die Erzählungen als Pars Pro Toto unsere jüngere Geschichte, deren dunkle Seite niemals vergessen werden darf.

Diese Publikation ist in der ERSTE Stiftung Bibliothek verfügbar.