Joy #5: Eine (gewissermaßen)retrospektive Ausstellung
von Deirdre O’Mahony, bestehend aus einem Interview, gefundenen Objekten, Spuren von Kunstwerken, Ephemera und Klängen

9. April – 10. April 2026
Wien

Für die fünfte Ausgabe von 17(joy) hat der Kurator Sebastian Cichocki die irische Künstlerin Deirdre O’Mahony eingeladen, »Joy #5: Eine (gewissermaßen) retrospektive Ausstellung« zu präsentieren. Eine Ausstellung, die sich aus Interviews, gefundenen Objekten, Spuren von Kunstwerken, Ephemera und Klängen zusammensetzt und den Raum von Lombardi—Kargl in Wien einnimmt.

Eröffnung: 9. April 2026
Lombardi—Kargl, Schleifmühlgasse 17, Wien

Für die Präsentation von »Joy #5: Eine (gewissermaßen) retrospektive Ausstellung« in Wien verwandelt Deirdre O’Mahony den Raum von Lombardi—Kargl in ein spärliches, aber resonantes Feld von Spuren. Deirdre O’Mahony Arbeit dreht sich um die Politik der Landschaft– um die Beziehungen zwischen ländlichen und urbanen Räumen sowie um ländliche Nachhaltigkeit und Ernährungssicherheit. Anstelle abgeschlossener Kunstwerke begegnen die Besucher*innen Fragmenten: einem Interview, ausgelegt wie ein leises Zeugnis, gefundenen Objekten, unfertigen Stücken, Rohmaterialien, Gemüse, Karten, Korrespondenz und wandernden Klängen. Diese »Gleanings« – Nachlesen oder Nachlese – wurden gemeinsam mit Kurator Sebastian Cichocki zusammengetragen und erinnern an die historische Praxis, das zu sammeln, was nach der Ernte zurückbleibt. Hier wird diese Methode zu einer Form, künstlerische Arbeit über das sichtbar zu machen, was sich ansammelt, was überdauert und was sich einem Abschluss entzieht.

Die Ausstellung dient zugleich als visuelle Fußnote zu dem Text »Land Art as Useful Art: Sebastian Cichocki in Conversation with Deirdre O’Mahony«, der zeitgleich bei L’Internationale Online veröffentlicht wird. In Form einer Zeitung innerhalb der Ausstellung präsentiert, bietet das Gespräch einen erweiterten Kontext für die Konstellation der im Raum versammelten Objekte und Klänge.

Joy #5 wird so zu einer kompakten, vibrierenden Konstellation: teils Archiv, teils Warnung, teils Einladung, über die Beziehungen zwischen Land, Gemeinschaft und künstlerischer Praxis nachzudenken. O’Mahonys langjähriges Interesse an ländlicher Nachhaltigkeit trifft dabei auf Cichockis kuratorische Beschäftigung mit ökologischen Geschichten, und verwandelt die Galerie in einen Ort, an dem Aufmerksamkeit, und nicht Spektakel, zur zentralen Form wird.

17(Joy) wird unterstützt von Lombardi—Kargl, dem Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS) sowie der ERSTE Stiftung.

Titelbild: Screening von Deirdre O’Mahony im Rahmen der »Postartistic Assembly« an der Floating University in Berlin. Foto: Joanna Chwiłkowska, 2024