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Principle of Equality – Open Studio

Einführungsvortrag von Anka Ptaszkowska und anschließendes Gespräch mit Adam Szymczyk

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Einführungsvortrag von Anka Ptaszkowska zum Projekt „Principle of Equality – Open Studio“ von Adam Szymczyk an der Akademie der bildenden Künste Wien. Anschließendes Gespräch (in französischer und polnischer Sprache mit englischer Simultanübersetzung).

Von März 2019 bis Februar 2020 wird Adam Szymczyk als Lehrender und Initiator des Projekts „Principle of Equality – Open Studio“ an der Akademie der bildenden Künste Wien tätig sein. Das zweisemestrige Programm, das am Institut für bildende Kunst angesiedelt ist, erprobt unterschiedliche Formen und Formate studentischer Partizipation. Neben einem öffentlichen Einführungsvortrag beinhaltet das Programm eine Reihe von Gesprächen und Vorträgen sowie eine Studienreise und abschließende Ausstellung als Ergebnis der Gruppenaktivitäten im Herbst 2019.

Das Projekt wurde initiiert von Kontakt Sammlung in Kooperation mit der ERSTE Stiftung und der Akademie der bildenden Künste Wien.

Principle of Equality – Open Studio

„Gleichheitsgrundsatz“ ist ein Begriff, den Anka Ptaszkowska, eine universal gebildete Kuratorin, Autorin, Übersetzerin und Aktivistin im Bereich der Philosophie, als Leitgedanken ihres Seminars an der École des Beaux Arts de Caen in Frankreich, wo sie von 1980 bis 1990 lehrte, geprägt hat. Das Programm für die Akademie der bildenden Künste Wien 2019 bewegt sich entlang der politischen Linien, die ihrem Text und ihrem vielschichtigen Tätigkeitsfeld eingeschrieben sind.

Intuitiv gesprochen ist Gleichheit eine Zwillingsschwester der Freiheit. Das Verkünden des Gleichheitsgrundsatzes in einer Ausbildungseinrichtung gibt den Ton für dieses Programm an und nimmt nicht sein Ergebnis vorweg. Es eröffnet vielmehr einen Raum für ungehinderte, individuelle oder kollektive Praxis, abhängig von den jeweiligen Teilnehmer_innen. Das Augenmerk liegt darauf, zuzuhören und gehört zu werden ‒ also auf den beiden Seinsweisen, die sich in jener Wechselseitigkeit spiegeln und gespiegelt werden, die zwischen den Figuren von Sprecher_in/Empfänger_in (Moyra Daveys „Speaker“ und „Receiver“), Autor_in/ Leser_in, Künstler_in/Betrachter_in bestehen. An einem bestimmten Punkt des Prozesses werden diese Unterscheidungen und die damit einhergehenden Hierarchien aufgehoben, um einer neuen Beziehung zwischen Gleichen Platz zu machen.

19. März 2019, 18:00

Akademie der bildenden Künste Wien, Aula
Augasse 2–6, 1090 Wien

Titelbild: Adam Szymczyk, Anka Ptaszkowska und Daniel Buren unter den Gästen bei der Eröffnung von Buren Stażewski Krasiński – Wspólna historia / Common History 1970 – 1994 im Instytut Awangardy in Warschau, Foto: Anna Zarady, MAGIC, 2018 © Foksal Gallery Foundation.


Adam Szymczyk, 2015

Foto: © Gina Folly

Adam Szymczyk

Szymczyk war künstlerischer Leiter der documenta 14 in Athen und Kassel, 2017. 1997 war er Mitbegründer der „Stiftung Galerie Foksal“ in Warschau. Von 2004 bis 2007 war er Direktor der Kunsthalle Basel. 2008 kuratierte er gemeinsam mit Elena Filipovic die 5. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst Wenn Dinge keine Schatten werfen.

Er gehört dem Vorstand des Museums für moderne Kunst in Warschau und dem Beirat von Kontakt, der Kunstsammlung der Erste Group und ERSTE Stiftung in Wien, an. 2011 wurde er in der Menil-Stiftung in Houston für seine kuratorischen Leistungen mit dem Walter-Hopps-Preis ausgezeichnet.

Anka Ptaszkowska
Ptaszkowska (* 1935) ist weder nur Kunsthistorikerin noch Kunstkritikerin, sondern eine Universalistin mit breitem Wirkungsfeld. Sie ist derzeit wohnhaft in Paris. Von 1966–1970 arbeitete sie mit der Galerie Krzywe Kolo in Warschau. Sie war Redakteurin der polnischen Kunstzeitschriften Struktury und Wiadomosci Plastyczne, sowie Gründerin und Co-Direktorin der Galerie Foksal in Warschau. Ab 1973 leitete sie die Galerie 1–36 und die Vitrine pour l’art actuel (1977–1980) in Paris. Ptaszkowska organisierte zahlreiche Ausstellungen und internationale Austauschprojekte, wie Échange Entre Artistes, Pologne – USA, Experience Muséographique, Henryk Stazewski. Von 1984 bis 2003 war sie Professorin für Kunstgeschichte und Kultur an der École des Beaux-Arts in Caen. Sie ist Autorin zahlreicher Publikationen über moderne Kunst, insbesondere einer Monographie über Henryk Stazewski und einer Reihe von Artikeln über Tadeusz Kantor; Artikel und Veröffentlichungen über französische und internationale moderne Kunst; Essays über polnische und russische zeitgenössische Kunst für Art Press; Mitautorin von Kantor à la Galerie Foksal, Galeria Foksal, Warschau. Ihre Übersetzungen umfassen Guy Debords La Société du Spectacle, Slowo/Obraz Terytoria Danzig. Derzeit organisiert sie Soirées privées im ehemaligen Atelier von Eustachy Kossakowski in Paris.