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Gender Woodstock: Feminist Art Practices

Stopover Event: Präsentationen, Vorträge, Performances.

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Nach den US-Präsidentschaftswahlen brachte der Frauenmarsch in Washington im Winter 2017 Tausende auf die Straße, um gegen Rassismus und Frauenfeindlichkeit zu protestieren. Solidaritätsmärsche in zahlreichen anderen Städten und Ländern folgten. Pink Pussyhats wurde zum globalen Symbol der Protestierenden, deren Position in der feministischen Frauenbewegung und im queeren Aktivismus verankert ist.

Diese handgefertigten Hüte erinnerten an die farbenfrohen Kapuzenmützen, die von den Mitgliedern der kritischen Punk-Band Pussy Riot getragen wurden. Ihr „Punk-Gebet“ in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale war ein Protest gegen die Forderung der russisch-orthodoxen Kirche – unter anderem – nach einem Abtreibungsverbot. Die Gruppe erregte so weltweite Aufmerksamkeit, wurden doch drei Mitglieder verhaftet. Die Verhaftungen lösten eine weltweite Welle der Solidarität aus. Auch Femen, die in Kiew gegründete Aktivistinnengruppe, nutzt ihre aufmerksamkeitsträchtigen Oben-ohne-Aktionen, um ihre feministische Position zu demonstrieren und versteht sich als eine neue globale Frauenbewegung. Diese drei Beispiele zeigen, dass feministische Protestaktionen aktuell sind, global vernetzt und von künstlerischen Praktiken geprägt oder beeinflusst.

Das Symposium soll die Gelegenheit bieten, den Stand der feministischen Kunstpraxis zu untersuchen und wie sich KünstlerInnen und KuratorInnen mit dem Feminismus auseinandersetzen.

Im Mittelpunkt steht unser Interesse am Kollektiv bzw. dem klassischen feministischen Thema der kollektiven Arbeit. Wesentliche Impulse für diese Veranstaltung sind das Manifest für das Gynozän von Raluca Voinea und Alexandra Pirici; die Feminist (Art) Institution, eine Reihe von Vorträgen und Seminaren, initiiert von Tereza Stejskalova; Adela Jušićs künstlerische Recherche zur Rolle der Partisaninnen; die kollektive Praxis des Künstlerduos Anetta Mona Chişa und Lucia Tkacova und die Series of artist talks on shared necessities, organisiert von Katrin Hornek und Johanna Tinzl in der Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs (VBKÖ) in Wien.

TeilnehmerInnen:
Zbyněk Baladran, Künstler, Prag
Katrin Hornek, Künstlerin, Wien
Adela Jušić, Künstlerin, Sarajewo
Tereza Stejskalova, Kuratorin, Prag
Johanna Tinzl, Künstlerin, Wien
Lucia Tkačova, Künstlerin, Bratislava
Raluca Voinea, Kuratorin, Bukarest
Christiane Erharter, Kuratorin, ERSTE Stiftung, Wien (Moderation)

Stopover – Ways of Temporary Exchange
22. September – 25. November 2017
frei_raum Q21 exhibition space /MuseumsQuartier Wien
Museumsplatz 1, 1070 Wien
Öffnungszeiten: Dienstag – Samstag 13–20 Uhr. Freier Eintritt
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Das Symposium ist Teil des Programms der
Vienna Art Week 2017.