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ERSTE Stiftung > Publikationen > Strom der Erinnerung

Strom der Erinnerung – Zeitzeugen und Zeitzeuginnen erzählen über eine zerstörte jüdische Gemeinde Wiens

Regiesseurin: Ursula Henzl
Verlag: Verein coobra, Wien
Inhalt: 2 DVDs
Jahr: 2013

Zwanzig ZeitzeugInnen sprechen über die jüdische Gemeinde ihrer Kindheit in der Vorstadt Wiens, dem heutigen 15. Bezirk. Die Interviews wurden 2007 und 2008 in Israel geführt, manche in Wien. Die biografischen Interviews beschränken sich nicht auf die Zeit der Nazi-Verfolgung; sie erforschen die intakte jüdische Gemeinde vor 1938, ihre Orte, Kultur und Lebensformen, folgen den Flüchtenden zu den Orten, an denen sie ein neues Leben begannen, und untersuchen die Beziehungen, die sie und ihre Familien zu ihren früheren Heimatländern aufrechterhielten.

Die Interviews sind in Kapitel nach Schwerpunkten unterteilt und bringen die Stimmen einer verstreuten Gemeinde wieder zusammen – wenn etwa 14 Menschen über das ehemalige Gemeindehaus in der Herklotzgasse sprechen; sie rufen jedoch auch eine Vielzahl an Erinnerungen und Reaktionen auf den Holocaust und die Zeit danach ins Bewusstsein zurück. Nicht zuletzt rekonstruieren sie einen wichtigen Aspekt des lokalen soziohistorischen Gefüges Wiens, der bis zu den Aktivitäten des Projekts völlig in Vergessenheit geraten war.

Die DVD-Produktion bildet den Abschluss des größeren Projekts Herklotzgasse 21. The Spaces of a Suburban Jewish Community (www.herklotzgasse21.at), das durchgehend von der ERSTE Stiftung unterstützt wurde.

Diese Publikation ist in der ERSTE Stiftung Bibliothek verfügbar.