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Država u krevetu. Međunarodna izložba / State Abed. International exhibition

Herausgeberin: Natasha Kadin
Verlag: Gallery of Fine Arts, Split
Inhalt: 117 Seiten
Jahr: 2014

Die Ausstellung war die Abschlussveranstaltung des Lehrgangs „Feminisms and social changes in contemporary art practices“ („Feminismen und gesellschaftliche Veränderungen in zeitgenössischen Kunstpraktiken“) an der Kunstakademie der Universität Split (2012/2013). Die von Natasha Kadin abgehaltene Lehrveranstaltung zielte darauf ab, die Phänomene der Feminismen und zeitgenössischen feministischen Kunst in Südosteuropa während der gesellschaftlichen und politischen Veränderungen im Laufe der vergangenen vier Jahrzehnte vorzustellen und zu dokumentieren – von den sozialen Realismen und den Wegbereitern der neuen Medienkunst in den 1970er-Jahren über die Jugoslawienkriege und die Zeit des Übergangs bis hin zur neoliberalen kapitalistischen Gesellschaft der Gegenwart. Kernstück der Lehrveranstaltung war die Verbindung und Überschneidung von Kunst und sozialem Wandel während der vergangenen vierzig Jahre, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf feministische Kunst und Künstlerinnen aus Südosteuropa in der globalen Kunstwelt gelegt wurde.

Trotz großer Forschungsausstellungen der jüngeren Vergangenheit wie Gender Check 2010 (MUMOK, Wien und Nationale Kunstgalerie Zacheta, Warschau) und einer zunehmenden Anzahl von genderbezogenen Lehrgängen an Universitäten in Südosteuropa wird die Rolle des Feminismus und der feministischen Kunst in der zeitgenössischen Kunst und Gesellschaft nach wie vor nicht ausreichend untersucht. Es bedarf einer Theoretisierung, die das postsozialistische Umfeld und seine komplexen Strukturen in Zusammenhang mit der Vereinnahmung des feministischen Diskurses durch die kommunistische Ideologie und seine Entwicklungen und verschiedenen Versionen in der Gegenwart erfasst. Die Vorlesungen waren sowohl in theoretischen als auch historischen Diskursen verwurzelt, konzentrierten sich jedoch auf die zeitgenössische Kunstproduktion und KünstlerInnen.

Diese Publikation ist in der ERSTE Stiftung Bibliothek verfügbar.