Eine Rede an Europa 2024: Omri Boehm

07/05/24

Der israelisch-palästinensische Konflikt hat Europa zutiefst erschüttert. Die höchst unterschiedlichen Reaktionen der europäischen Staaten haben historische Wurzeln. Während der deutsche Verfassungspatriotismus als Versuch gedeutet werden kann, Verantwortung für den Holocaust zu übernehmen, ist das Selbstverständnis von Ländern wie Frankreich von ihrem kolonialen Erbe geprägt. Dieses schon lange bestehende Spannungsverhältnis zwischen zwei historisch gewachsenen Positionen wird im Zuge der jüngsten Ereignisse im Nahen Osten zunehmend explosiv. Die ansonsten einende Geschichte droht die Europäische Union zu zerreißen.

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Nach dem Historiker Timothy Snyder und der Menschenrechtsaktivistin Oleksandra Matviichuk wird sich der Philosoph Omri Boehm in der dritten „Rede an Europa“ den brisanten Fragen widmen, warum der israelisch-palästinensische Konflikt eine Gefahr für die europäische Identität darstellt und wie eine Verfassungskrise der Europäischen Union abgewendet werden kann.

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Klicken Sie hier um die Benachrichtigung für den Live-Stream auf YouTube zu aktivieren. Foto: Marzena Skubatz

Omri Boehm ist Associate Professor für Philosophie an der New School for Social Research in New York. Er promovierte an der Yale University und forschte in den USA, Deutschland und Israel. Von ihm verfasste Kommentare zur Politik und Philosophie Israels werden regelmäßig in HaaretzDie Zeit und The New York Times publiziert. Sein kritisch vielfach gewürdigtes Buch Radikaler Universalismus. Jenseits von Identität. Universalismus als rettende Alternative wurde mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2024 ausgezeichnet. Kürzlich erschien bei Ullstein Der bestirnte Himmel über mir: Ein Gespräch über Kant, eine Konversation zwischen Omri Boehm und Daniel Kehlmann.

Eine Rede an Europa ist eine gemeinsame Veranstaltung von Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, ERSTE Stiftung und dem Institut für die Wissenschaften vom Menschen

Titelbild: Wolfgang Schlag

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Florian Bauer

Direktor Social Finance, Nachhaltigkeit und Innovation
Florian Bauer zeichnet seit 2023 für die Bereiche Social Finance, Nachhaltigkeit und soziale Innovation in der ERSTE Stiftung verantwortlich. Davor war er über 13 Jahre lang im Bereich NGO & Social Entrepreneurship tätig. Florian leitete die Partnerschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz REEEP, eine internationale multilaterale NGO, die den verstärkten marktbasierten Einsatz erneuerbarer Energien und effizientere Energienutzung in Entwicklungsländern zum Ziel hat, und war Managing Director & COO des Impact Hub Vienna.   Von 2020-2023 schloss Florian für die Semantic Web Company (SWC), einem führenden Anbieter von semantischen KI-Lösungen, strategische Allianzen mit wichtigen Partnern und unterstützte die Entwicklung innovativer Anwendungen semantischer Technologien.
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