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Aktivitäten

Die Zukunft Europas und der Demokratie

Initiativen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und rechtsstaatliche Entwicklung

1. Januar 2018

Die Länder Europas und die Europäische Union stehen aktuell vor großen Herausforderungen. Eine Häufung von Krisen erzeugt bei vielen Menschen den Eindruck, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt, die wirtschaftliche Stabilität, ja sogar der Frieden in Gefahr sind.

Die Krisen in der Eurozone und der EU, der Aufstieg von Nationalismus und Populismus, die Migrationskrise, Klientel- und Identitätspolitik, die sich verstärkenden Spaltungen in Nord-Süd sowie Ost-West und das neue Misstrauen gegenüber demokratischen Institutionen bestimmen die Debatten und befeuern die Ängste der EuropäerInnen. Wir wollen durch verschiedene Initiativen an der Stärkung der europäischen Idee, demokratischer Werte und einer freien Gesellschaft mitwirken.


Ideas for Actors - Europe’s Futures

Wir brauchen Plattformen für ein erneuertes, ein neu zu erfindendes Europa. Mit dem Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Wien und seinen Sozial- und PolitikwissenschaftlerInnen, mit führenden europäischen Organisationen und Think-Tanks gehen wir einige der zentralen Themen an: Asyl und Migration, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie, europäische Erweiterung und soziale Inklusion. Wir knüpfen ein Netzwerk von wichtigen AkteurInnen der EU, insbesondere zwischen Österreich, den Ländern der Visegrad 4 und den Ländern Südosteuropas. Europe’s Futures hat klare Ziele: eine Europäische Union, die ihre BürgerInnen schützt und sicherere Lebensgrundlagen als bisher bietet; in der die Mitgliedstaaten die fundamentalen Werte einer demokratischen Ordnung und Rechtsstaatlichkeit verteidigen; und in der Länder wie Österreich weiterhin die Demokratisierung und Erweiterung der Union unterstützen.

Partner: Institut für die Wissenschaften vom Menschen, Europäische Stabililtätsinitiative


European Fund for the Balkans

Der European Fund for the Balkans ist eine 2007 gegründete gemeinsame Initiative europäischer Stiftungen, die Projekte zur Stärkung der Demokratie, zur Förderung der europäischen Integration und zur Bekräftigung der Rolle Südosteuropas bei der Bewältigung der aufkommenden Herausforderungen in Europa konzipieren, durchführen und unterstützen. Der EFB bemüht sich um eine kontinuierliche „Europäisierung“ der Politik und Praktiken der Länder des westlichen Balkans auf dem Weg zum EU-Beitritt und setzt dabei schwerpunktmäßig auf Fortbildung, strategische Entwicklung und regionale Kooperation.

Die TV-Show Okruzenje (Nachbarschaften) diskutiert aktuelle Themen und wird auf elf TV-Kanälen in Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Serbien und Slowenien gesendet. Foto: © Okruzenje / Vicinities

In den letzten 10 Jahren wurden u.a. die Kapazitäten für 56 Think Tanks geschaffen. Von Fortbildungsmaßnahmen profitierten 115 junge RegierungsbeamtInnen und 203 junge Führungskräfte. 120 WissenschaftlerInnen wurden ebenso gefördert wie 35 Forschungsgruppen und ihre gemeinsamen Projekte. Der EFB selbst veröffentlichte fünf umfassende Publikationen und 70 Grundsatzpapiere. Zwei Balkan-Festivals wurden veranstaltet, Menschen kamen in 15 Sommerschulen und -akademien, 21 Road-Shows, 30 internationalen Veranstaltungen, 60 Debatten und 95 Podiumsdiskussionen zusammen. Die einzige in ganz Südosteuropa ausgestrahlte TV-Show Okruzenje/Vicinities (Nachbarschaften) zeigt nun schon die sechste Staffel.

Partner: König-Baudouin-Stiftung, Robert Bosch Stiftung

Website des Projekts

 

Anlässlich des 10. Jahrestags des EFB untersucht diese Fallstudie, wie das Projekt zu einer einigenden Kraft für die Region wurde. Das beinhaltet eine EU-freundliche Atmosphäre zu stärken, demokratische Entwicklungen zu fördern und grenzüberschreitende Zusammenarbeit auf dem Weg der Region in Richtung EU-Beitritt in Schwung zu bringen.


Western Balkans Civil Society Forum

Seit 2016 organisiert der EFB diese Plattform, die seit 2015 einen Beitrag zum sogenannten Berlin Prozess leistet, einer diplomatischen Initiative zur Unterstützung einer künftigen Erweiterung der EU durch bilaterale Partnerschaften. Die Zivilgesellschaft des westlichen Balkans arbeitet hier an regional relevanten Themen und Politiken und überwacht die Fortschritte bei deren Umsetzung. Jahrestreffen, Workshops und eine Online-Beratungsstelle bieten den Rahmen für ausführliche Abstimmungsprozesse. ExpertInnen unterstützen Formulierungen für politische Empfehlungen an die EntscheidungsträgerInnen in der Region.

Partner: European Fund for the Balkans

Website des Projekts


Demokratiewerkstatt

2008 wurde die Demokratiewerkstatt im österreichischen Parlament eingerichtet und schnell zu einem der erfolgreichsten Projekte für politische Bildung. Junge ÖsterreicherInnen, die ab dem 16. Lebensjahr wahlberechtigt sind, lernen in Workshops die parlamentarische Demokratie, parlamentarische Arbeit, Verabschiedung und Durchsetzung von Gesetzen sowie die Rolle der Medien in einer pluralistischen Gesellschaft kennen. Die ERSTE Stiftung griff diese Idee auf und gründete 2011 die Demokratiewerkstatt Montenegro, die 2014 vom montenegrinischen Parlament übernommen wurden. Die Demokratiewerkstatt Montenegro besuchten bereits über 60.000 Kinder (= 20% der Bevölkerung von 8 bis 14 Jahre). Seit 2015 entwickeln wir eine Demokratiewerkstatt im Kosovo. Eine Ausdehnung des Projekts auf weitere Länder Osteuropas ist geplant.

Demokratiewerkstatt Montenegro, Foto: © Forum MNE

Partner: Müllers FreundeParlament Montenegro und Forum Youth and Non-formal Education/Forum MNE (erfolgreich abgeschlossen), Parlament Kosovo und NGO Toka.

Website der Demokratiewerkstatt Montenegro

Website der Demokratiewerkstatt Kosovo