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Aktivitäten

Wiener Diskurse

Weil ExpertInnen etwas zu sagen haben

1. Januar 2018

Mehrere Gesprächsreihen und Diskussionsforen bringen hochkarätige Expertise aus Wissenschaft, Politik, Kultur und Wirtschaft nach Wien. Wir wollen Dialog und Dialektik wieder salonfähig machen.

Wir leben in einer Zeit, in der viele Menschen Fakten nicht mehr von Fälschungen unterscheiden können. Zusammenhänge werden in einer globalen Welt immer komplexer, die Möglichkeiten, sich – oft anonym – Informationen zu beschaffen und zu verteilen, unübersichtlicher. Gedankenaustausch endet immer schneller in Rechthaberei. Statt Argumenten werden Likes und Smileys ausgetauscht. In Wien wollen wir die Kunst des öffentlichen Diskutierens pflegen. Und echte ExpertInnen auf ihrem Gebiet zu Wort kommen lassen.


Europa im Diskurs

Die Matinée-Reihe Europa im Diskurs bringt führende PolitikerInnen, WissenschaftlerInnen und Intellektuelle auf die Bühne des Wiener Burgtheaters, um über aktuelle Themen von politischer und sozialer Relevanz zu diskutieren.

© Matthias Cremer/Der Standard

Im Februar 2019 fragten Erhard Busek, Ludger Hagedorn, Basil Kerski, Noémi Kiss und Radek Knapp was von 1989 übrig geblieben sei. Im März 2019 diskutierten Denis Staunton, Mary Kaldor, Tessa Szyszkowitz und Tom Tugendhat mit Ivan Vejvoda über die Situation in Europa vor dem Brexit.

Partner: Institut für die Wissenschaften vom Menschen, Burgtheater, Der Standard.
Medienpartner: W24 und Ö1.

Bild: Europa im Diskurs im Burgtheater. Foto: Matthias Cremer/Der Standard

Weitere Informationen zur Reihe auf der Website des IWM und des Burgtheaters.


Vienna Humanities Festival

Jedes Jahr im Herbst versammelt das Vienna Humanities Festival seit 2016 führende Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kunst und Kultur zu einem ebenso konzentrierten wie inspirierenden Gedankenaustausch. Rund 40 Gespräche und Diskussionen verwandeln den Karlsplatz zwei Tage lang in einen weiträumigen urbanen Salon. Gesprächsorte sind das Wien Museum, die Technische Universität, die Karlskirche und die Evangelische Schule. Alle Veranstaltungen sind öffentlich und kostenlos.

„Unheil und Hoffnung“ – unter diesem Motto lädt das vierte Vienna Humanities Festival vom 26. bis 29. September 2019 ein. Die Veranstalter des Festivals – das Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM), Wien Museum und Time to Talk – rechnen auch in diesem Jahr mit mehr als 5.000 BesucherInnen.

Vienna Humanities Festival

Eröffnet wird das Festival am 26. September mit Ágnes Heller, der wohl bedeutendsten Philosophin der Gegenwart. Als Zeitzeugin und kritische Beobachterin hat sie alle politischen Systeme miterlebt, die uns heute beschäftigen: die beiden großen Totalitarismen, die Demokratie und jüngst den populistischen Antipluralismus. Zusammen mit IWM Permanent Fellow Ludger Hagedorn spricht sie auf der Bühne des Volkstheaters über ihr aktuelles Buch Paradox Europa, das ein Weckruf an Europa ist: „Wenn die Union scheitert, wird Europa zwar eine Vergangenheit haben, aber keine Gegenwart und noch weniger eine Zukunft, es wird sich in ein Museum verwandeln.“

Auf die Eröffnungsveranstaltung, die in Kooperation mit den Wiener Vorlesungen stattfindet, folgt am nächsten Abend eine hochkarätige Diskussion zum Thema „Social Networks or Social Nightmares?“ im Globe Wien in der Marx Halle. Auf dem Podium sind der österreichische Jurist und Datenschutzaktivist Max Schrems (Kämpf um deine Daten), der gegen Facebook vor Gericht gezogen ist, der Publizist und Kritiker der neuen smarten Welt Evgeny Morozov (The Net Delusion: The Dark Side of Internet Freedom) sowie Roger McNamee, der nach seinen Erfahrungen als Mark Zuckerbergs Berater mit dem Buch Zucked: Waking Up to the Facebook Catastrophe für Schlagzeilen gesorgt hat. Die Debatte am 27. September findet in Kooperation mit der Vienna Contemporary und der ERSTE Stiftung statt und wird von Shalini Randeria, Rektorin des Instituts für die Wissenschaften vom Menschen, moderiert.

Am Samstag und Sonntag verlagert sich das Festival rund um den Karlsplatz, wo im Wien Museum, der Evangelischen Schule, der Technischen Universität sowie im Stadtkino zeitgleich Diskussionen zu politischen, historischen, technologischen und gesellschaftlichen Themen stattfinden. Zu den prominenten Vortragenden zählen Leon Botstein, Michael Bünker, Cecily Corti, Iris Eisenberger, Misha Glenny, Ivan Krastev, Helga Kromp-Kolb, Josef Penninger, Ilija Trojanow, Nicola Werdenigg-Spieß, Max Zirngast u.v.m.

Eine Veranstaltung des Instituts für die Wissenschaften vom Menschen, des Wien Museums und von Time to Talk mit Unterstützung der ERSTE Stiftung. Die Debatte am 27. September findet in Kooperation mit der Vienna Contemporary und der ERSTE Stiftung statt.

Weitere Informationen auf der Website der Veranstaltungsreihe.