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Standpunkte

Unheil und Hoffnung im ehemaligen Jugoslawien

Ivan Vejvoda im Gespräch mit Jon Baskin am Vienna Humanities Festival 2019

12. November 2019
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Der Großteil Ostmitteleuropas erlebte das Jahr 1989 als eine friedliche und samtene Revolution. Im Gegensatz zu Jugoslawien, wo politische Konflikte in weiterer Folge zum gewaltsamen Bürgerkrieg führten. Wie sind die letzten dreißig Jahre in dieser von gewaltsamen Konflikten geprägten Region heute zu bewerten? Was bedeutet diese Zeitspanne im ehemaligen Jugoslawien? Welche Prozesse der Veränderung, Wege der Hoffnung, Momente der Enttäuschung oder gar Resignation hat es seitdem für die Gesellschaften des Westbalkans gegeben?

Europe’s Futures Direktor und Permanent Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM), Ivan Vejvoda über die jüngste Vergangenheit und was gegenwärtig auf dem Spiel steht. In einem Gespräch mit Jon Baskin von der New School University legt er seine Analyse über die Entwicklung der Region des ehemaligen Jugoslawiens dar.

Titelbild: Eltern spazieren mit ihrem Jungen durch das Stadtzentrum von Ljubljana am 6. Juli 1991. Foto: © Mike Persson / AFP / picturedesk.com


Vienna Humanities Festival

Das Vienna Humanities Festival, veranstaltet vom IWM, Wien Museum und Time to Talk, ist eine Reihe von rund 40 Veranstaltungen (in deutscher und englischer Sprache), die vom 26. bis 29. September 2018 zum dritten Mal in Wien stattfanden. Das hier angeführte Gespräch wurde in Kooperation mit der viennacontemporary realisiert.

Das Thema „Unheil und Hoffnung“ griff brennende Fragen auf in einer Zeit wo dreißig Jahre nach dem Ende des Kommunismus in Osteuropa die liberale, marktwirtschaftliche Demokratie längst nicht mehr das selbstverständliche gesellschaftliche Ziel darstellt. Bei so viel Unheil ist die Aussicht auf Hoffnung dringender denn je. Was sind die aktuellen Visionen für eine erstrebenswerte Zukunft? Und welche Lehren können wir aus historischen Beispielen des Widerstands ziehen?