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Standpunkte

„The power of art to resist oppression“

Marina Davydova im Gespräch mit Dessy Gavrilova beim Vienna Humanities Festival 2018

16. Juli 2019
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Die Nachricht über die Festnahme des international renommierten russischen Theater- und Filmregisseurs Kirill Serebrennikov im August 2017 ging um die Welt und wurde schnell zum Symbol der Macht des russischen Staates, kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen.

Als Monate später die Inszenierungen „Nureyev“ und „Little Tragedies“ des zu dem Zeitpunkt bereits in Haft sitzenden Direktors vor großem Publikum gezeigt wurden, wurde dies als Sieg der Kunst über die Unterdrückung gewertet. Russlands prominente Theaterkritikerin und Kuratorin der Wiener Festwochen 2016, Marina Davydova, spricht mit Dessy Gavrilova (Time to Talk) darüber, wie Serebrennikovs Fall wesentliche Eigenschaften des Putinschen Regimes enthüllt und warum sein Ausgang die Beziehung zwischen Kunst und Staat in Russland bestimmen wird.

Titelbild: (Von links) Der französische Produzent Charles-Evrard Tcherkhoff, der russische Schauspieler Roma Zver, die russische Schauspielerin Irina Starshenbaum, der deutsche Schauspieler Teo Yoo, der russische Fotodirektor Vladislav Opeliants und der russische Produzent Ilya Stewart posieren mit einem Karton mit dem Namen des russischen Regisseurs Kirill Serebrennikov. Sie kommen am 9. Mai 2018 zur Vorführung ihres Films „Leto (Sommer)“ beim 71. Filmfestival von Cannes in Südfrankreich. Der russische Theater- und Filmregisseur Kirill Serebrennikov, der seit August 2017 unter Hausarrest steht, konnte am Filmfestival in Cannes nicht teilnehmen, bei dem sein Film „Leto“ oder Summer um den prestigeträchtigen Preis „Palme d’Or“ kämpfte. Foto: © Valery Hache / AFP / picturedesk.com


Vienna Humanities Festival

Das Vienna Humanities Festival, veranstaltet vom IWM, Wien Museum und Time to Talk, ist eine Reihe von rund 40 Veranstaltungen (in deutscher und englischer Sprache), die vom 27. bis 30. September 2018 zum dritten Mal im Wien Museum, der TU Wien, der Evangelische Volksschule und dem Stadtkino stattfanden.

Das Thema „Macht und Ohnmacht“ von 2018 befasste sich mit der Verwundbarkeit von Demokratien in Europa angesichts historischer Ereignisse und versucht, sie in einen Zusammenhang mit aktuellen gesellschaftspolitischen Entwicklungen zu stellen.