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Aktivitäten

Soziale Innovation

Impulse setzen durch sozialunternehmerische Ansätze und digitale Lösungen

1. Januar 2018

Soziale Ungleichheit, fortschreitende Entsolidarisierung und Digitalisierung sind aktuelle Herausforderungen für unsere Gesellschaft. Altbekannte politische und ökonomische Strategien und Modelle greifen vielfach nicht mehr. Daher setzt die ERSTE Stiftung einen Fokus auf soziale Innovation. Wir unterstützen die Entfaltung kreativer und unternehmerischer Potentiale zur Schaffung neuer wirkungsvoller Impulse und innovativer Lösungen für relevante gesellschaftliche Probleme. 

Wir brauchen dafür eine starke Zivilgesellschaft, die die Unabhängigkeit und Ressourcen hat, Neues zu schaffen. Die ERSTE Stiftung ist ihr enger Partner in diesem Transformationsprozess. Wir schaffen ein breites Bewusstsein für soziales Unternehmertum und stärken die Innovationsfähigkeit von zivilgesellschaftlichen Akteuren. Wir unterstützen digitale Innovationen in ihrer Inkubation. Wir entwickeln neue Methoden zur Stärkung von benachteiligten Communitys über sozialunternehmerische Ansätze und skalieren diese zielgruppenübergreifend. Wir verhelfen zivilgesellschaftlichen Organisationen durch die Stärkung ihrer Organisationsstrukturen und Managementkompetenzen. Und wir ermöglichen über den Zugang zu Finanzinstrumenten und Finanzbildung die Teilhabe an einem ökonomischen und selbstbestimmten Leben als Schlüssel zu finanzieller Inklusion.


ERSTE Foundation NGO Academy

Die ERSTE Foundation NGO Academy wurde 2013 mit dem Ziel gegründet, den zivilgesellschaftlichen Sektor in Zentral- und Südosteuropa durch Bildungsangebote zu stärken. Sie bietet eine Reihe von hochwertigen Programmen zur Stärkung von Organisationsstrukturen und Managementkompetenz speziell für Führungskräfte und MitarbeiterInnen von NGOs. Diese werden in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für Nonprofit-Organisationen und Social Entrepreneurship der Wirtschaftsuniversität Wien (WU Wien) umgesetzt.

Größtes Management Capacity Building-Programm für zivilgesellschaftliche Organisationen in Zentral- und Osteuropa

40 Veranstaltungen pro Jahr
120 Vortragende/ExpertInnen
400 teilnehmende Organisationen
1.000 teilnehmende Personen
4.500 Teilnehmertage

Partner: Wirtschaftsuniversität Wien, Porticus, „la caixa“ Bank Stiftung

Weitere Informationen:
Website des Projekts

Das Social Innovation and Management Programme richtet sich an Führungskräfte von NGOs, das Regional Programme ist lokal ausgerichtet und wird in fünf Sprachen angeboten. Von zentraler Bedeutung sind hier die hohe Expertise der Vortragenden, die hohe Qualität der Inhalte und ihre Anwendbarkeit in der Praxis, sowie der Aufbau internationaler Netzwerke mit Gleichgesinnten und ExpertInnen sowie Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Trends.

2017 haben DozentInnen des Programms außerdem eine Studie zur Zivilgesellschaft in der Region herausgegeben: Civil Society in Central and Eastern Europe: Challenges and Opportunities 27 AutorInnen analysieren hier die Situation in 16 Ländern in Zentral- und Osteuropa: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Moldawien, Montenegro, Österreich, Polen, Rumänien, Slowakische Republik, Slowenien, Serbien, Tschechische Republik und Ungarn.

Auswirkungen auf die TeilnehmerInnen am Social Innovation and Management Programme nach einem Jahr:

90 %: „Wir haben neue Projekte wegen des Programms initialisiert.“
55-75 % der Kursprojekte werden umgesetzt.
90-100 % der TeilnehmerInnen sind noch miteinander in Kontakt.
50 % sind in Kontakt mit der Fakultät.
40 % haben in einem professionellen Kontext zusammengearbeitet (z.B. neues Projekt).
65 % haben anderen TeilnehmerInnen im beruflichen Kontext geholfen.
95% wollen zukünftig zusammenarbeiten oder andere TeilnehmerInnen unterstützen.
100 % würden das Programm “sehr empfehlen”.

ERSTE Foundation NGO Academy, Social Innovation and Management Programme 2017, Foto: © Igor Ripak


Social Impact Award

Dieser Preis und Inkubator unterstützt junge InnovatorInnen beim Aufbau sozialer Unternehmen, die sich den herausforderndsten Fragen unserer Zeit stellen.

Social Impact Award 2017

227 Workshops
172 inkubierte, höchst talentierte Teams
791 Projektanträge
55 prämierte Sozialprojekte

Partner:
Social Impact Award

Weitere Informationen:
Website des Projekts

Veranstaltungen und Workshops sollen das Bewusstsein für soziales Unternehmertum schärfen, die notwendigen Fähigkeiten vermitteln, um von vagen Absichten zu vielversprechenden Vorhaben zu gelangen, Zugang zu Netzwerken ermöglichen und die besten Teams mit dem Social Impact Award fördern.

Es werden neue Möglichkeiten für die nächste Generation von sozialen InnovatorInnen geschaffen. Die Jugend bekommt den nötigen Input, um ein Sozialunternehmen zu gründen, Feedback von ExpertInnen und Gleichgesinnten, eine Vorstellung von sozialem Unternehmertum als potentiellen Karrierepfad sowie Know-how, Inkubation und Seed-Finanzierung. Das Projekt wird derzeit in Albanien, Bosnien und Herzegowina, Georgien, Griechenland, Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Österreich, Rumänien, Russland, der Schweiz, Serbien, der Slowakischen Republik, Slowenien, der Tschechischen Republik, Tunesien und Ungarn umgesetzt. Eine weitere Ausdehnung ist geplant.


Social Banking / Finanzielle Bildung

Wir möchten, dass Einzelpersonen, SozialunternehmerInnen und Führungskräfte im Nonprofit-Bereich in der Lage und willens sind ihre finanziellen Angelegenheiten zu verstehen, selbständig zu regeln und zu planen. Sie müssen mit finanziellen Schieflagen umgehen und sich wieder von ihnen erholen können. Zusätzlich muss ihnen eine an ihre Bedürfnisse angepasste Auswahl von Finanzinstrumenten bekannt und zugänglich sein, sie müssen wissen, wo sie Hilfe erhalten, und diese auch annehmen können.

Mit den sich aus diesen Maßnahmen ergebenden Effekten streben wir einen positiven Einfluss auf die Entwicklung unserer Gesellschaft insgesamt an: sie schaffen Arbeitsplätze, erhöhen private Investitionen in Gesundheit und Bildung, bieten mehr Sicherheit und Privatsphäre in Geldangelegenheiten und fördern das Wachstum von Organisationen und die Optimierung von Sozialdienstleistungen. Finanzielle Bildung trägt somit zur Reduktion des Armutsrisikos bei sowie zu wirtschaftlichem Wachstum, sozialer Inklusion und Stabilität.

Partner:
Erste Group


BeeTwo

BeeTwo unterstützt digitale soziale Innovation und trägt so zu sozialer Inklusion bei. Es ermöglicht benachteiligten Gruppen über digitale Lösungen Zugang zum ökonomischen, politischen, sozialen und kulturellen Leben. Durch das Zusammenführen von Expertise und Erfahrung aus dem zivilgesellschaftlichen, technischen und wirtschaftlichen Bereich schafft es ein Umfeld, das digitale soziale Innovation fördert und weiterentwickelt. So kann die Zivilgesellschaft nicht nur verstärkt einen eigenen Nutzen aus der Digitalisierung ziehen; es werden auch direkt bei den zivilgesellschaftlichen Akteuren digitale, technologische und wirtschaftliche Kompetenzen aufgebaut und ein Verständnis für soziale Wirkung und ihre Kommunikation entwickelt.

Partner:
BeeTwo


Civil Society in Central and Eastern Europe: Challenges and Opportunities