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Wild Spoerri Rosenstein

Ausstellung des Projekts "Principle of Equality"

Aktuell > Wild Spoerri Rosenstein
Von
19
November
Bis
25
November
Öffnungszeiten
12-19 Uhr

Die Ausstellung, die in einzelnen Zimmern des Hotels am Brillantengrund in Wien arrangiert ist, zeigt als Ergebnis des Lehrprojekts Spuren der persönlichen Begegnungen von Studierenden der Akademie der Bildenden Künste Wien mit dem Leben und der Arbeit dreier außergewöhnlicher Künstler_innen, deren Wege sich in Wien kreuzen: Elisabeth Wild, Daniel Spoerri und Erna Rosenstein.

Anmeldung unter something@brillantengrund.com. Auch zur Eröffnung kann die Ausstellung nur nach vorheriger Anmeldung mit einer Führung besucht werden. Die Eröffnung findet am 19. November 2019 von 18-22 Uhr statt. Weitere Führungen für angemeldete Besucher_innen finden während der Ausstellungsdauer von 20.-25. November 2019 täglich von 12- 19 Uhr zu jeder vollen Stunde statt.

Die Ausstellung ist Teil des Projekts Principle of Equality, das Adam Szymczyk an der Akademie der bildenden Künste Wien leitet. Der Titel bezieht sich auf das gleichnamige Seminar von Anka Ptaszkowska an der École des Beaux-Arts in Caen, Frankreich, das sie von 1983 bis 2003 hielt. Das Prinzip der Gleichheit in einer angesehenen Bildungsinstitution auszurufen, bedeutet einen Raum zu öffnen für eine ungehinderte individuelle oder kollektive Praxis.


Wild Spoerri Rosenstein

Kurator: Adam Szymczyk

Teilnehmer_innen: Gleb Amankulov, Bob Schatzi Hausmann, Raúl Itamar, Nestor Janković, Robert Jolly, Julia Karpova, Yul Koh, Anthia Loizou, Dean Maassen, Paul Makowsky, Swarnaly Mitra Rini, Lorena Moreno Vera, Kamryn Pariso, Laura Pirgie, Ursula Pokorny, Michael Reindel, Camila Rhodi, Hanna Schibel, Firas Shehadeh und Jiří Tomíček.

Intuitiv gesagt, geht Freiheit mit Gleichheit einher. Das Prinzip der Gleichheit in einer angesehenen Bildungsinstitution auszurufen, bedeutet einen Raum zu öffnen für eine ungehinderte individuelle oder kollektive Praxis. Die Aufmerksamkeit liegt auf dem Zuhören und dem Gehört werden, zwei Zuständen, die im gegenseitigem Bezug zueinander stehen, wie in den dualen Figuren von Sprecher_in/Empfänger_in (nach der Künstlerin Moyra Davey), Schreiber_in/Leser_in, Künstler_in/Betrachter_in. Ab einem Punkt im Prozess, schaffen eben diese Differenzen und die damit einhergehenden Hierarchien Wege für neue Beziehungen zwischen Gleichen.

Kunstwerke sind Verwirklichungen einzelner Leben. Objekte und Erzählungen von Künstler_innen sprechen von individuellen Geschichten. Es lassen sich Momente der Korrespondenz in den Biographien und Arbeiten der drei Künstler_innen erkennen, deren Praxis den Ausgangspunkt und mögliche Themenstellungen für die Ausstellung schufen, ohne deren vielseitige Ergebnisse notwendigerweise zu bestimmen.

Die Ausstellung findet in den Räumen eines typischen Wiener Zinshauses der Gründerzeit im siebten Bezirk statt. Heute werden einige Wohnungen dieses Gebäudes von den Gästen des Hotels nebenan verwendet. Eine künstlerische Arbeit schafft eine Form für die Sehnsucht nach einem Ort und seiner Beständigkeit, die niemals erreicht werden kann. Andere Welten entstehen, die Erinnerungen sind, an die, die man einmal gekannt und in denen man gelebt hatte.

„Wild Spoerri Rosenstein“ ist Teil des Projekts „Principle of Equality“ der Akademie der bildenden Künste Wien in Kooperation mit Kontakt Collection, ERSTE Stiftung und Hotel am Brillantengrund im Rahmen der VIENNA ARTWEEK 2019.

Titelbild: Firas Shehadeh, Elisabeth Wild in her antique shop in Basel. Archival photograph (1970s) seen at Elisabeth Wild’s house in Panajachel, Guatemala, 2019