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„Esiod 2015“ Filmvorführung

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Einladung zur Filmvorführung “Esiod 2015“ von Clemens von Wedemeyer und anschließendem Künstlergespräch mit Bert Rebhandl.

„Esiod 2015“ ist ein Kunst am Bau-Projekt am Erste Campus und wird dem Konzept des Künstlers folgend einmal jährlich bis 2051 im Erste Campus gezeigt.

Clemens von Wedemeyer hat den Erste Campus filmisch in Szene gesetzt. Der Film „Esiod 2015“ erzählt von einer jungen Frau, die im Jahr 2051 nach Wien zurückkehrt um ihr Bankkonto aufzulösen. Auf dem Konto sind nicht nur Gelddaten, sondern auch Erinnerungen und persönliche Informationen digital gespeichert. Die junge Frau wird vom Computersystem jedoch nicht erkannt und muss sich einem „Memory Check“ unterziehen.

Filmisch im Format des Science Fiction gehalten, thematisiert „Esiod 2015“ die Komplexität zeitgenössischer Strukturen, die von digitalen Technologien und Ökonomisierung bestimmt sind. Der Film verdichtet die Geschichte der Bankkundin mit Architekturplänen des Erste Campus und dem noch nicht fertiggebauten Bankgebäude und stellt Bezüge zu anderen Kunst am Bau-Projekten her. Im Spannungsfeld von virtueller und realer Welt fügt der Film damit den künstlerischen Projekten am Erste Campus einen weiteren Aspekt des Zeitlichen hinzu.

„Esiod 2015“, so Clemens von Wedemeyer, ist eine Imagination über die Gegenwart. Der Film „spielt in einer parallelen Zukunft — eine Zukunft, die bereits da ist“. Er verdeutlicht wie technologische Netzwerke und Infrastrukturen eine Beschleunigung der Gegenwart herbeiführen und dabei unser Verhalten sowie die Gesellschaft grundlegend beeinflussen und verändern werden. Der Film endet schließlich mit der Nachricht aus einer gegenwärtigen Zukunft: „Please listen to me. The images you are about to see are a warning. I am speaking from the future.”

Clemens von Wedemeyer lebt und arbeitet in Berlin und Leipzig. Seine Filme und Filminstallationen waren in der documenta 13 in Kassel und in diversen Biennalen zu sehen. Zuletzt war er mit einer Einzelausstellung in der Kunsthalle Hamburg vertreten.

Bert Rebhandl lebt als freier Journalist, Autor und Übersetzer in Berlin. Seine Texte erscheinen u.a. in der FAZ, Der Standard und tip u.v.a. Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift CARGO Film Medien Kultur.