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Decolonising the Mind, Provincialising the West

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Institut für Zeitgenössische Kunst (ICA), London | Kino 1 | £ 5.00 bis £ 8.00
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Diese Veranstaltung untersucht die Möglichkeiten einer kritischen Kunstgeographie und untersucht „dekoloniale Optionen“, wie sie von Rolando Vázquez und Walther Mignolo beschrieben werden. Die Podiumsdiskussion befasst sich auch mit den strukturellen Möglichkeiten des Aufbaus dessen, was Piotr Piotrowski „horizontale Geschichten“ als strukturelle Eingriffe in den Kunstkanon bezeichnete. Diese Vorstellung einer horizontalen Kunstgeschichte beginnt als Dekonstruktion des Westlichen und des Allgemeinen. Stattdessen schlägt es Kunstgeschichte als mehrstimmig vor: lokal spezifische Kunstgeschichten zu unterstützen und sie in eine globale Perspektive zu stellen.

Die Vortragenden untersuchen Zusammenhänge statt Gegensätze und versuchen, die Hierarchien zwischen Zentren und Rändern/Peripherien sowie zwischen (globalen) Rändern/Peripherien aufzulösen. Zu den Vortragenden gehören Fouad Asfour (Schriftsteller und Herausgeber, Johannesburg/Wien), Lina Džuverović (Kuratorin, Dozentin, Universität Reading), Urška Jurman (Kurator und Herausgeber, Direktorin der Igor Zabel Association for Culture and Theory, Ljubljana) und Klara Kemp Welch (Dozentin, Forscherin, Courtauld Institute, London).

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion wird die Künstlerin Sanja Iveković ihre neueste Arbeit Invisible Women of the Erste Campus vorstellen und diskutieren, eine spezifische und ortsgebundene Installation, die für den Erste Bank Campus in Wien in Auftrag gegeben wurde. Für das Projekt schuf Iveković ein filmisches Porträt der „unsichtbaren“ Frauen, die auf dem Gelände arbeiten, Arbeiter, die die Büros am frühen Morgen und am Abend reinigen und die Cafeterias und Küchen bedienen.

Diese Veranstaltung begleitet die Veröffentlichung von Extending the Dialogue, einer Sammlung von Essays von KuratorInnen, KunsthistorikerInnen und KunsttheoretikerInnen, deren Arbeit unser Wissen über bildende Kunst in Mittel-, Ost- und Südosteuropa vertieft.

Essays von Igor Zabel Award PreisträgerInnen und Jury Mitgliedern, 2008-2014
Extending the Dialogue

Der Podiumsdiskussion und dem Screening geht eine geschlossene Diskussion rund um das Thema Entkolonialisierung voraus, um die Machtmatrizen in Kunst, Kunstgeschichte und Kunsterziehung kritisch zu hinterfragen und die Narrative des Zentrums und der Peripherie in Frage zu stellen.

Die Veranstaltung lädt Kulturschaffende ein, die aktiv an Prozessen beteiligt sind, mit denen sie hegemoniale, patriarchalische, isolationistische und ausschließende Narrative aufzubrechen versuchen. Im Laufe der Veranstaltung erden auch Werke von Bachelor-Studenten der Universität Reading vorgeführt. Weitere Informationen zu diesem Teil der Veranstaltung erhalten Sie per E-Mail an astrid.korporaal@ica.art

Diese Veranstaltung wird organisiert von: ICA, ERSTE Stiftung, Igor Zabel Association for Culture and Theory, und der Universität Reading.

Die Veranstaltung ist auch Teil von Crossings: Stories of Migration, das vom BFI mit Mitteln des nationalen Lotteriefunds in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut unterstützt wird.

Foto: © Sanja Iveković, Invisible Women of the Erste Campus, 2016